RESTRUKTURIERUNGSRAHMEN StaRUG 2021

Neuerungen der Methoden

Am 16. Juli 2019 ist die Richtlinie (EU) 2019/1023 über präventive Restrukturierungsrahmen in Kraft getreten. Ihre Umsetzung in das nationale Recht der Mitgliedstaaten wird von Sanierungsspezialisten vor dem Hintergrund sinkender Wachstumsprognosen und Warnungen vor einem Wirtschaftseinbruch mit Spannung erwartet. Der Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen (StaRUG, bisher in der Diskussion genannt: präventiver Restrukturierungsrahmen) wird die Restrukturierung von Unternehmen in Deutschland maßgeblich verändern. 

Auf wen wird es Zutreffen, wer kann daraus einen Vorteil ziehen und wer tritt nun in den Vordergrund?

 

Das Referat R A 6 im Bundesjustizministerium steht nur selten im Zentrum medialer Aufmerksamkeit. Ruhig und systematisch werkelt Regierungsdirektor Alexander Bornemann mit einem überschaubaren Team an der Verfeinerung des deutschen Insolvenzrechts; üblicherweise taugt das kaum für Schlagzeilen.

Doch seit März ist von Ruhe keine Spur mehr. In Bornemanns Abteilung nehmen die Wochenendschichten rapide zu: Im Schnellverfahren brachte seine Truppe das „Covid-19-Insolvenzaussetzungsgesetz“ auf den Weg. Es erlaubt den Geschäftsführern pandemiegeschädigter Firmen, bis Ende September auf den Gang zum Insolvenzgericht zu verzichten, sofern Aussicht auf Sanierung besteht. Teile der Regelung sollen bis 2021 verlängert werden, überschuldete Unternehmen müssen wohl auch weiterhin nicht Insolvenz anmelden.

Auszug aus einem der aktuellen Stellungnahmen im Wirtschaftsmagazin (dem Link folgen für den gesamten Artikel) 

Frank Jäger
Senior Expert Partner

Dr. Maren Schweizer
Senior Expert Partner