Die Automobilbranche hat längst in den Krisenmodus geschaltet. Zahlreiche Automobilzulieferer haben im Jahr 2020 bereits Insolvenz anmelden müssen und der Ausverkauf hat gerade erst begonnen.
Einer aktuellen Marktscheinschätzung zu urteilen nach, sind derzeit nur rund 10 Prozent der Zulieferer in der Lage auf Einkaufstour zu gehen. Durch die Corona-Krise ergeben sich hier Möglichkeiten, die durch die obige Investorenschicht genutzt werden können. Zwischen 45 – 60 Prozent der Zulieferer müssen zwischen Stärkung der aktuellen Liquiditätssituation und dem anorganischen Wachstum wählen. 30 – 45 Prozent der Zulieferer sind im Überlebensmodus und befinden sich derzeit nicht in der Situation durch Zukäufe zu wachsen. Die Überlegungen gehen mehr in Richtung Carve-out oder Gesamtveräußerung.
Somit wird sich eine hohe Anzahl von Zulieferern bedeckt halten und versuchen nicht in Liquiditätsschwierigkeiten zu gelangen. Bereits heute rechnet man mit bis zu 25 großen Transaktionen in Europa mit einem Gesamtwert in Höhe von rund 12 Milliarden US-Dollar.
Der M&A-Motor wird also weiterlaufen, nur unter anderen Vorzeichen. Die Konsolidierung nimmt gerade erst Fahrt auf und die Bewertungen sowie Multiplikatoren rauschen in den Keller. Dies hat zur Folge, dass die Verhandlungsmacht auf Seiten der Verkäufer weiter abnehmen wird.
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