
Gemäß der Distressed M&A Studie 2021 von Deloitte erwarten die Marktteilnehmer in diesem Jahr einen signifikanten Anstieg an Distressed-M&A-Transaktionen. Es wurden in der entsprechenden Studie mehr als 2.000 Berater, Finanzierer, CROs, Insolvenzverwalter und Investoren bzgl. Ihrer Meinung zu Trends und Entwicklungen am Distressed-Markt in Deutschland befragt. Von den 2.000 Befragten rechnen 83% mit einem Anstieg von Distressed-Deals in Deutschland, nur rund sieben Prozent rechnen mit weniger Transaktionen. Im Vorjahresvergleich hat sich die Anzahl derer, die mit einer deutlich steigenden Anzahl an Distressed-M&A-Aktivitäten rechnen von 5% auf 18% mehr als verdreifacht.
Nach dem ereignisreichen Jahr 2020 haben sich die Erwartungen an die Bewertungen von Distressed-Transaktionen fast vollständig umgekehrt. 52% der 2.000 Studienteilnehmer sind davon überzeugt, dass die Bewertungen bei Distressed-M&A-Deals in den nächsten zwölf Monaten sinken werden. Ganze 38% rechnen mit stagnierenden Multiplikatoren. Dagegen gehen lediglich 10% von steigenden Bewertungen im gleichen Zeitraum aus. Im Jahr 2019 haben noch 20% der Befragten eine steigende Bewertung bei Distressed-M&A-Deals als realistisch angesehen. Ausschließlich 29% der damaligen Befragten haben zu diesem Zeitpunkt sinkende Bewertungen erwartet.
Thomas Sittel, Partner von Deloitte kennt den Grund für die zunehmende Prognose von sinkenden Bewertungen: „Die Börsen befinden sich aktuell auf oder in der Nähe ihrer historischen Höchststände. Auch die damit einhergehenden Bewertungsniveaus sind im historischen Vergleich verhältnismäßig hoch“.
Die Distressed M&A Studie 2021 geht von einem längerfristigen Anstieg der Anzahl von Distressed-M&A-Deals als nur von 12 Monaten aus. 35% sind der Auffassung, dass der ansteigende Trend in den nächsten zwölf Monate anhalten wird. Stolze 30% gehen sogar von einem Anstieg aus, der länger als zwölf Monate dauern wird.

Die potenziellen Targets werden weiterhin penibel geprüft. Als Hauptgründe für das Scheitern von Distressed M&A-Deals sehen 71% der Teilnehmer insbesondere die fehlenden Erfolgsaussichten beim Turnaround – 59% sehen darüber hinaus in einem unzureichendem Turnaround-Konzept den Grund für das Scheitern der möglichen Transaktion.
Kritisch wird aktuell im Distressed-M&A-Markt die Frage diskutiert, wie die Bewertung von Assets um mögliche Coronavirus-Effekte bereinigt werden kann. Im Raum steht die Ermittlung eines um Corona-Effekte bereinigten operativen Ergebnisses („EBITDAC“). Gemäß Thomas Sittel wird ein derart bereinigtes Ergebnis auf Käuferseiten in der Regel akzeptiert.
Erfolgsfaktoren für Distressed-Deals sind vor allem eine umfassende Datenaufbereitung (57%) sowie eine schnelle Investorenansprache (56%). Die breite Ansprache von Investoren hat nach dem Corona-Jahr 2020 mit einem Plus von acht Prozentpunkten enorm an Bedeutung gewonnen.
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